MEISTERMACHER

25er-Jubiläum der Offenen Deutschen Jugend- und Juniorenmeisterschaft



Am 21. und 22. September traten insgesamt 13 Teams der Altersgruppen U15, U18 und U21 bei dem von den Sporttauchern Berlin veranstalteten UW-Rugby-Wettkampf an. VDST-Fachbereichsleiterin Leistungssport Antje Franke eröffnete die Veranstaltung in ihrer Heimatstadt, und auch der erst wenige Tage zuvor nach Berlin gezogene U21-Nationaltrainer Torsten Stanschus war anwesend – als Schiedsrichter und zur Sichtung des U21-Kaders. Die Spiele im Berliner Stadtbad Tempelhof, dem traditionsreichen Austragungsort des Champions Cups, verliefen spannend und auf hohem Niveau, die mitgereisten Trainer und Betreuer waren bei der ebenfalls von Antje Franke durchgeführten Siegerehrung auf der Wiese vor dem Bad am Sonntag sichtlich zufrieden. VDST Jugendreferent Jürgen Langner gab bei der Veranstaltung nach acht Jahren im Amt seinen Rücktritt bekannt – Nachfolger-Interessenten können sich direkt bei ihm melden. Die ersten Plätze belegten in der Kategorie U15 die Spielergemeinschaft aus Bamberg/Pößneck, U18 die Mannschaft aus Pößneck und in der U21 das Team Sterkrade/Mülheim. Die 26. Offenen Deutschen Jugend- und Juniorenmeisterschaft 2020 wird am 20. und 21. Juni in Hechingen stattfinden. Alle internationalen und nationalen Platzierungen auf der Website zur 25. DJM in Berlin unter www.uwr-djm-19.berlin

Trainer-C Leistungssport
Die TANA des Landestauchsportverbandes Sachsen in Ammelshain war vom vom 28.09. bis zum 03.10. Austragungsort des Trainer-C-Lehrgangs im UW-Rugby. Insgesamt 14 Teilnehmer*innen aus sechs Landesverbänden trafen sich, um mit dem fachlichen Teil die Ausbildung zum Trainer C Leistungssport abzuschließen. Alle Teilnehmer*innen konnten den Teil erfolgreich abschließen. 

Rüdiger Hüls
Traineraus- und – fortbildung


Unser Autor:
Wolfgang Tress
Redaktion sporttaucher
UW-Rugby Trainer & Schiedsrichter




Unterwasser-Rugby Top-Ergebnisse 2018/19
Jugend-Weltmeisterschaften Oberhausen (14. -18.11.2018): 1x Silber (Herren), 1x Bronze (Damen)
Weltmeisterschaften
Graz, Österreich (27.07.-03.08.2019): 1x Silber (Damen), 1x Bronze (Herren)

Unterwasser-Rugby
Nach der JWM 2018 in Oberhausen hatte sich zuvor in diesem Jahr auch wieder die weltweite Unterwasser-Rugby Szene der Erwachsenen zu ihrer Meisterschaft getroffen. Das österreichische Graz erlebte mit insgesamt 17 teilnehmenden Nationen eines der spektakulärsten Ereignisse im UWR, vor Ort verfolgt von 500 Zuschauern und perfekt in Szene gesetzt auch von einem Team hinter den Kulissen, das vom Gastgeber engagiert worden war: die Berliner um Winfried Zühlke, Lorena Bianchi und Wolfgang Tress, die sich große Verdienste um die technische Entwicklung und die Gestaltung des Live-Streaming im UWR erworben haben (u.a. bieten sie eine dreisprachige Kommentatoren-Bank mit hoher Sachkompetenz auf!). Kein Wunder, dass dies Begehrlichkeiten auch bei der CMAS weckt: Seit Jahren gibt es Gerangel um den Status des traditionell in Berlin ausgerichteten Championscups der Landesmeister UWR, der bisher kein CMAS-Wettkampf ist – in dessen Leuchtkraft sich andere internationale Akteure aber so gern sonnen würden, dass sie bereit sind, zu unlauteren Mitteln zu greifen. Der VDST-Vorstand hat sich nicht vor den Karren spannen lassen, sondern im Gegenteil einen gewissen Schutz geboten, um seinen Beitrag dazu zu leisten, diese Auseinandersetzung auf die sachliche Ebene zurückzuholen und nach vorn zu orientieren, den Live-Streaming Pionieren im UWR den gebührenden Respekt zu zollen (zu den WM in Graz konnten fast 2.500 Fans weltweit die Ereignisse live verfolgen!) und somit der Sportart insgesamt zu nützen. Zurück zur 11. WM UWR: Die VDST-Damen als amtierende Weltmeister und die Herren, als Vize-Weltmeister, konnten sich bis ins Halbfinale durchsetzen. Hier trafen die Herren auf den Serien-Weltmeister Schweden – und konnten die Partie für sich entscheiden. Die Damen besiegten den Gastgeber Österreich klar, und die Zeichen standen bei beiden Teams gut für den Einzug ins Finale – den die Herren dann bei ihrem Spiel gegen den amtierenden Weltmeister Norwegen aber leider verfehlten. Dänemark im „kleinen Finale“ war ebenfalls ein ‚harter Brocken‘, der aber gestemmt wurde: Bronze für das deutsche Herren-Team! Die Damen hingegen hatten erst im Finale wieder mit Norwegen zu tun – und in diesem hochkarätigen Spiel zweier extrem unterschiedlich aufgestellter Mannschaften, die sich auch gut kennen, fiel das einzige Gegentor, das unsere Damen kassieren mussten, und es bedeutete den Titel-Verlust – oder eigentlich besser, wenn auch für Spielerinnen und Trainer erst einmal enttäuschend: den Gewinn von Silber. Auch wenn sie die anvisierten Weltmeister-Titel nicht erringen konnten, sind die deutschen UWR-Teams international sehr gut aufgestellt … Die Berichterstattung von der UWR-WM lag in den Händen des Junioren-Spielers und Vize-Weltmeisters Jannik Graf – und sie war dort sehr gut aufgehoben. Dies ist ja ein generelles Thema für den Leistungssport im VDST, und UWR hat hier überzeugend demonstriert, wie es geht! Zu den interessanten Splittern am Rande gehört auch das Engagement „Ehemaliger“ auf der Kommentatoren-Bank (Lorena) und als Physio (Monika Rost).
Danksagung
Ein großer Dank geht ebenfalls wieder an alle Trainer, die ihren Athleten Optionen auf solche sportlichen Erfolge eröffnen. Wir bedanken uns auch bei den Vereinen, die 2019 Deutsche Meisterschaften (DM) in den drei Leistungssportarten ausgerichtet haben bzw. ausrichten: 
im FS: 1. Chemnitzer Tauchverein  (Deutsche Kindermeisterschaften, DKM), TSC Rostock (Deutsche Jugend- und Juniorenmeisterschaften, DJM), TC Dresden-Nord (DM und Deutsche Masters-Meisterschaften), TC Nemo Plauen (DM Langstrecke). 
im OT: TC Delitzsch (DM, DJM, DMM – Teil I), TC Uni Gryps, Greifswald & PTC Neubrandenburg (DM, DJM, DMM – Teil II),
im UWR: TC Offenburg (DM), STB (Sporttaucher Berlin, DJM –September, nach Redaktionsschluss). Dieser Dank schließt die Landesverbände ein; das waren im Berichtszeitraum: Baden, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen. 
Nach den Turbulenzen im Vorjahr beim FS hat sich die Lage etwas beruhigt, und mit Wolfgang Beck aus Berlin wurde ein sehr erfahrener Trainer kommissarisch mit den Aufgaben des Bundestrainers und Bundes-Nachwuchstrainers FS betraut, der die beiden Auftritte von VDST-Mannschaften bei den internationalen Meisterschaften des Jahres souverän begleitete und fachlich solide leitete. An diese Adresse geht unser ausdrücklicher Dank, und wir hoffen, dass er weiterhin mit seiner unaufgeregten, menschlich kompromissbereiten, aber sachlich klaren Art zur Verfügung steht und dazu beiträgt, Teams im tieferen Sinne dieses Begriffs zu formen und zum Erfolg zu führen. In diesem Sinn und Zusammenhang möchten wir allen Bundestrainern zu den Erfolgen ihrer Nationalmannschaften herzlich gratulieren und ihnen Unterstützung auch für die Zukunft zusichern. Mit der Neuformierung der Stützpunkt-Struktur im VDST-Leistungssport, die noch in diesem Jahr vor allem beim FS ansteht, werden auch Kriterien der Selbstlosigkeit, Fairness und Kooperationsbereitschaft einen wichtigen Platz einnehmen. Nachdem selbst der Begriff „Bundesstützpunkt“ nur noch für olympische Sportarten verwendet werden soll, etablieren wir auf Vorstandsbeschluss nun alte und neue  „Bundesleistungszentren“, nicht zuletzt zur Unterstützung des Leistungssports auch in der Fläche. Die „Sportkommission der VDST-Landesverbände“ (Spoko-L) spielt auf der Ebene zwischen Breiten- und Leistungssport eine eigenständige Rolle bei der Entwicklung des Wettkampfgeschehens. Neben dem traditionellen Länderpokal FS, der nach einer Pause seit 2018 wieder stattfindet (SG Stahl Brandenburg richtete den Länderpokal FS 2019 aus, als höchstrangigen Wettkampf unterhalb der Ebene DMs; auch dies sei gebührend erwähnt), steht hier weiterhin die Unterstützung beim Aufbau des Wettkampfsystems Unterwasser-Hockey (UWH) an, und auch im Mastersbereich entwickelt sich mit der internationalen Aufwertung der Finswimmer dieser Altersgruppen (1. Weltmeisterschaft 2019 in Ravenna, Italien) offenbar ein neues Arbeitsfeld für diese Kommission. 
Last but not least geht ein besonderer Dank wieder an die Geschäftsstelle, namentlich an Nicole Brendel, für die umsichtige, sehr engagierte Unterstützung des Ehrenamts im VDST-Leistungssport.

Antje Franke & Peter Carl
Fachbereichsleitung Leistungssport

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