DO IT!

Tauchen im Dienst von Umwelt & Wissenschaft?
Aber klar doch

 

Citizen Sciences – Bürgerwissenschaften – werden von vielen wissenschaftlich interessierten Menschen begeistert angenommen. Das gilt insbesondere auch für Sporttaucher, die unter Wasser in den Lebensraum von Arten bewegen, die uns sonst verborgen bleiben. In unserer im letzten Monat eingeführten Do-it-Aktion stellen wir wieder einige aktuelle Ausbildungsprogramme vor:


BTSV-Wissenschaftstag

Der Erfolg zum dritten Wissenschaftstag in Karlsruhe zeigt: VDST-Taucher interessieren sich auch für rein wissenschaftliche Themen und blicken über den Tellerrand hinaus! 




Mit weit über 70 Teilnehmern ein voller Saal, sogar eine Warteliste, interessierte Zuhörer bis zum letzten Redner des Tages. Ein bunter Themenmix der insgesamt sechs hochkarätigen Vorträge von kompetenten Referenten ist das Rezept für gutes Gelingen und für Lob und Bestätigung am Ende des Tages an das Team um Julia Hautzel vom Badischen Tauchsportverband. Über einige Themen dieses Tages wie zum Beispiel der Höhlenerforschung (siehe Bild unten) wird gesondert im VDST-sporttaucher und im Divemaster berichtet.

 

Foto: Joachim Kreislmaier

Meeresbiologie im VDST macht richtig Spaß!

Als es begann – das mit dem Tauchen – hat man gar nichts gesehen. Das Drum und Dran war viel aufregender als das Was. Und dann sah man den ersten Fisch und dann den zweiten. Und es gab Unterschiede! Hechte sehen anders aus als Karpfen. Aber wie ist es mit den Karauschen, den Plötzen im Gegensatz zu den Karpfen? Und als es dann vom Baggersee ins Meer ging, begann der richtige Stress. So viel konnte man sich gar nicht merken. Wo ist der Anfang und wo ist das Ende? Und dann erst in den Tropen. Alles ist bunt. Gepunktet, gestreift, manchmal kariert oder gar glitzernd. Großflächig oder engmaschig. Und die Viecher sind so merkwürdig zueinander. Haben die sich lieb oder wollen die sich fressen? Und sind sie gefährlich? Beißen sie, pieken sie, sind sie giftig? Die Unterwasserwelt wirft viele Fragen auf.

 

Stülpmaul-Lippfisch, Epibulus insidiator

Nun muss man nicht gleich Meeresbiologie studieren, um den Dingen auf den Grund zu gehen. Aber ein wenig höher fliegen wäre nicht schlecht. Schließlich ist man ja Taucher und will in Sachen Unterwasser-Welt mitreden! Ein meeresbiologisches Seminar kann helfen. Im nächsten Jahr geht’s los. Vom 04. bis 13. Mai in Safaga/Ägypten.


Korallenwelse, Plotosus lineatus

An Theoriethemen stehen „allg. Meeresbiologie“, „Biologie des Roten Meeres“ sowie „Artenbestimmungen“ im Vordergrund. Von den wichtigsten Stämmen der Wirbellosen über Fische, Reptilien bis zu Meeressäugern sollen Arten gemeinsam bestimmt werden, gern auch nach eigenen Fotos.


Riff-Kalmar, Sepioteuthis lessoniana




Unser Autor:
Prof. Dr. Ralph Schill
VDST-Fachbereichsleiter 
Umwelt und Wissenschaft



Fotos: Peter Jonas

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