ILSESEE

Durch das ökologische Gesamtkonzept des Ilsesees haben sich die Sichtweiten auf sechs bis 15 Meter verbessert.


Steckbrief: Ilsesee
Wo:
86343 Königsbrunn, Ilsesee, Zufahrt Zeissstrasse, Tauchbasis mit Ausrüstungsverleih und Kompressor
Wann: Wieder ganzjährig geöffnet
Warum: Weil auch Tauchen in  Deutschland spannend ist und wenig kostet
Besonderheiten: Große Jungfischschwärme, kapitale Hechte, Störe und Hausen.

Als Jürgen Scharm die Tauchbasis am  Ilsesee vor Jahren übernahm, waren Flora und Fauna des Sees in desolatem Zustand.  Deutlich zeigten sich die Spuren des massiven Tauchbetriebs hier im Einzugsgebiet von Augsburg und München. An Samstagen musste man sehr früh am See sein, wollte man noch gute Sicht erleben. Die zeitlichen Beschränkungen waren umfassend, von Oktober bis März sowie an Sonntagen war das Tauchen grundsätzlich verboten. Als die verantwortlichen Behörden mit den Eigentümern eine Lösung suchten, entschied man sich, Jürgen Scharm ins Boot zu holen. Als Gewässerökologe und Taucher hatte er ein überzeugendes, umfassendes Konzept, welches die Interessen der verschiedenen Nutzer mit den ökologischen Interessen des Ilsesees vereinbarte. Zuerst wurde die Ökologie des Sees wieder ins Gleichgewicht gebracht, dann drei Tauchzonen mit festen Einstiegen eingerichtet. Nach dem Bau zweier Plattformen darf im See nun sogar wieder ausgebildet werden. Der Bau der Basis und des Steges sind fast abgeschlossen und der See wieder so klar, wie ein (Vor-)Alpensee nur sein kann.  Es gibt unglaublich viele große Fische. Hechte, Sonnen- und Fluss-Barsche, Aale, vier Störe und sogar zwei Hausen. Der Grund ist bedeckt mit Tausendblatt, Laichkraut, Armleuchteralgen und dazwischen Dreikant- und Teichmuscheln. Bei Sonnenschein denkt man in einem Zauberwald zu verweilen. Der Ilsesee ist aktuell eines der schönsten bayerischen Gewässer.

Unser Autor: 
Gerald Nowak
Reisejournalist und Fotograf





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