NACHWUCHS IM LOCKDOWN

Jugendarbeit ist die Lebensader des Leistungssports UWR. Aber was ist nach mehr als einem Jahr Lockdown noch übrig? Wir haben bei vier Jugendtrainern nachgefragt.


Sven Trunk, Jugendtrainer vom Tauchsportclub „submarin“ Pössneck e.V. war  nach einem halben Jahr zum ersten Mal wieder mit seinen Jugendlichen im Wasser: „Von den U15 waren alle wieder da. Auch die Leistung, die anscheinend mit dem Wachstum trotz Trainingsmangel gestiegen ist, hat mich überrascht. Von den U18 sind zwei bis drei weg, aber das ist normal. Die Motivation war super.“ Am 25. 9. 2021 plant Trunk einen Trainingstag für Jugendliche in Pössneck, zu dem sich auch Einzelspieler melden können. „Der Kontakt zu anderen Jugendlichen im und außerhalb des Wassers ist extrem wichtig.“ Auch der Pössnecker Löwenpokal der Jugend ist für Ende des Jahres wieder geplant. Auch bei Carsten Köster vom TSA Sterkrade sind alle Jugendlichen, die vor der Pandemie UW-Rugby angefangen haben wieder im Wasser. Für eine eigenständige Mannschaften reichen die Nachwuchsspieler aber in keiner Altersklasse –  hier macht sich die Pandemie-Zeit ohne Neuzugänge bemerkbar. „Ich hoffe, dass wir bald wieder einen Ligabetrieb und Turniere hinbekommen“ sagt Köster. Ariane Walcher vom Tauchclub Bamberg e.V. hatte seit Corona und den Bäderschließungen kaum Kontakt zum Nachwuchs. „Einige habe ich durch Zufall getroffen und die hatten schon Lust“. Sie hofft auf September und offene Hallenbäder. Ulrich Conrady, Jugendtrainer der Sporttaucher Berlin e.V. muss auf die Hallenbadsaison warten, um eine Bestandsaufnahme der U15 zu machen. „Im Sommer haben wir keine Wasserzeit für die U15.“ Die älteren Jugendlichen, die Conrady seit 10 Jahren trainiert, sind in die Erwachsenenmannschaft integriert und konnten dank des Engagements des Sporttaucher Berlin e.V. mit einer Sondergenehmigung des Senats für Leistungssportler fast durchgehend trainieren. „Die sind inzwischen das Rückgrat der Mannschaft.“ Doch nicht nur die Jugendarbeit am Beckenrand litt und leidet unter der Pandemie, auch die strukturelle Arbeit beim VDST steht auf dem Wartegleis. Jürgen Langner, ehemaliger Spartenreferent UWR Jugend/Schule hat bis heute noch keinen Nachfolger gefunden. Er rechnet insgesamt mit einem Pandemie-Einbruch beim Nachwuchs, der sich wohl erst in einiger Zeit zeigen wird. Langner sieht in der Pandemie aber auch eine Chance: „Durch Corona konnten sehr viele Kinder nicht schwimmen lernen und die Schwimmvereine und DLRG können die Masse an Interessenten im Moment nicht „abarbeiten“. Wenn ich noch in einem Verein aktiv wäre, würde ich Schwimmkurse anbieten, daran anschließend Schnorchelkurse und dann geht es weiter zum UW-Rugby.“ Und wie geht es weiter, wenn die Jugendlichen da sind? Für Ulrich Conrady von den Sporttaucher Berlin hängt alles vom Engagement der Trainer ab. „Wir waren fast zehn Jahre lang zu zweit einmal die Woche nur mit den Jugendlichen trainieren. Jugendarbeit heißt da sein, auf Turniere fahren, an der Deutschen Jugendmeisterschaft teilnehmen.“ Geduld und Spaß und Kontinuität. Fünf der Jugendlichen aus Conradys erstem Kurs sind inzwischen im Kader der U21 Nationalmannschaft. Ihr kennt Jugendliche, die mal beim UW-Reinschnuppern wollen?

Meldet euch bei einem Verein in eurer Umgebung an und schaut zu einem Schnuppertraining vorbei. 
Kontakte zu den genannten Vereinen findet ihr hier:
Sporttaucher Berlin e. V.
sporttaucher-berlin.de

info@sporttaucher-berlin.de

TC Submarin Poessneck e.V.
tc-submarin.de/unterwasser-rugby/
jugendwart@tc-submarin.de

Tauchclub Bamberg e.V.
tauchclub-bamberg.de/blog/tag/uwr/
info@tauchclub-bamberg.de

TSA im TC69 Sterkrade e.V. 
tsa-sterkrade.de/uw-rugby
jugend@tsa-sterkrade.de



Unser Autor:
Wolfgang Tress
UW-Rugby Trainer
& Schiedsrichter

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