VDST STIPENDIUM

Junge TL2 und TL3 bilden Netzwerke. Das VDST Stipendium wurde zum Selbstläufer. Ehemalige Stipendiaten veranstalten Treffen für neue Stipendiaten, um Erfahrungen auszutauschen und die „Neuen“ gezielt auf die bevorstehende Tauchlehrerausbildung vorzubereiten. 


Es ist toll zu sehen, wie aus einer Idee eine Erfolgsgeschichte wurde. In den letzten fünf Jahren konnten 40 junge Ausbilderinnen und Ausbilder über das „Bundesstipendium“ in der Ausbildung zum VDST TL2 und TL3 gefördert werden. Dabei ist die Idee genau genommen gar nicht neu. Bis Ende 80er Jahre waren alle VDST Tauchlehrer „Stipendiaten“. Sie wurden zur Tauchlehrerprüfung von den Landesverbänden ausgewählt und vom VDST eingeladen. Doch dann boomte das Sporttauchen und andere Konzepte mussten her, um viel mehr Tauchlehrer ausbilden zu können. Die Landesverbände dürfen seitdem selbst TL1-Prüfungen im Auftrag des VDST anbieten. Der VDST bezuschusst zwar bis heute alle TL-Landes- und Bundesprüfungen, doch es bleibt ein erheblicher Selbstkostenanteil. In der Folge kamen immer weniger junge TL-Anwärter, die als Schüler, Studenten oder Auszubildende oft begrenzte finanzielle Mittel haben. Doch seit fünf Jahren ist das wieder anders.

Bundesstipendium im Detail
Interessenten, die jünger als 30 Jahre sind, können sich über die VDST Homepage direkt beim Fachbereich Ausbildung bewerben. Der Bewerbung muss ein Empfehlungsschreiben des Vereins, des Landesverbandes oder eines VDST TL3/TL4 beifügt sein. Aus den Bewerbungsunterlagen müssen der taucherische Werdegang, das bisherige und geplante Engagement im VDST, sowie die berufliche Situation hervorgehen. Wir berücksichtigen bei der Auswahl der Stipendiaten soziale Komponenten: Schüler, Auszubildende und Studenten werden bei der Auswahl bevorzugt, doch bewerben können sich alle. Für ausgewählte Bewerber wird die Gebühr der Praxisprüfung vom VDST übernommen. Nicht enthalten sind die Reisekosten zum Prüfungsort. Diese sind selbst zu tragen. Siehe: www.vdst.de – Engagiere dich – Ausbilder werden...
Wir bringen junge Menschen in VDST Vereine
Allen im VDST ist die Altersstruktur in unserem Verband bekannt. Mit dem Stipendium haben wir ein wirksames Instrument, hier gegenzusteuern. Schon 2007 griff der Hessische Tauchsportverband die Idee des „Stipendium“ wieder auf und förderte seitdem rund 30 junge Menschen allein in Hessen. „Wir bringen natürlich unsere – Freunde, und damit junge Menschen – in die VDST Vereine“, sagt Dominik Kalbfleisch, der heute als TL2 und ehemaliger Stipendiat das Projekt in Hessen betreut.

Stipendien in den Landesverbänden
Eine Abfrage bei den Landesverbänden zeigte, dass viele Landesverbände Förderkonzepte für jungen Ausbildernachwuchs anbieten – aber nicht alle. Für alle jungen Menschen, die Tauchausbilder (DOSB Trainer C und/oder Tauchlehrer) werden möchten, lohnt sich auf jeden Fall eine Kontaktaufnahme mit dem jeweiligen Landesausbildungsleiter. Leider gibt es nur bei zwei Landesverbänden (NRW und Hessen) zielgerichtete Infos auf den jeweiligen Homepages – siehe QR-Codes. Wir können nur alle Verantwortlichen bitten, die Vereinsvorstände, die LV-Vorstände und natürlich unseren Ausbilderkolleginnen und -kollegen, jungen Menschen den Weg zum VDST-Ausbilder und zur VDST-Ausbilderin zu ebnen. Es macht Freude und bringt uns genau diese Altersgruppen, die wir im VDST benötigen. Es lohnt sich!

Elena Jacobi ist unsere 40. Stipendiatin 

Elena kommt aus Köln und  ist Master-Studentin für Sportwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum 

„Ich war sehr glücklich als ich im Herbst 2021 die Zusage bekam, dass nun auch mein Weg zum TL3 durch die VDST Ausbildung finanziell gefördert wird. Zuvor hatte ich schon ein Stipendium für die TL2 Ausbildung bekommen und ehrlich gesagt, hätte ich mir beide Schritte als Studentin nicht erlauben können – zumindest jetzt noch nicht. So kann ich die Zeit im Studium nutzen um in einigen Jahren auch wiederum Tauchlehrer für den VDST auszubilden.“


Unser Autor:
Frank Ostheimer, 
ist Projektleiter für die Stipendien im VDST und in Hessen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.