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Madeira bietet alles: Großfisch, Makro, Höhlen und Wrack. Und wem das nicht reicht, der kann ja auch noch wandern gehen.


Steckbrief: Manta Diving
Wo: Madeira, Portugal
Wann: März bis Anfang Januar
Warum:  Weil das Tauchen dort so unglaublich vielseitig ist
Besonderheiten: Manta Diving bietet auch tolle Freediving-Kurse, sowie Freediving-Camps mit Nik Linder an. Die namensgebenden Mantas sieht man mit etwas Glück in den Sommermonaten.
Preis: 1 Woche Galo Resort Hotel inkl. Frühstück und Flug mit einem Tauchpaket von 6 Tauchgängen inkl. Tank & Blei = 639,- Euro/ Person. Buchbar bei www.diveiac.de
myclimat: Frankfurt (DE), FRA nach Madeira/Portugal, Hin- und Rückflug, Economy Class, ca. 5.700 km, 1 Reisender kompensiert mit 24 Euro


Eines ist garantiert: Elvis ist der Star der Unterwasserwelt von Madeira. Jeder kennt ihn, jeder mag ihn. Der gigantische Zackenbarsch könnte eher als der Haushund von „Garajau“ bezeichnet werden. So heißt der spektakuläre Tauchplatz an dem man den Wau Wau fast immer findet. Kaum hat man den Abstieg zum 28 Meter tiefen Grund gemeistert, ist er auch schon da und wedelt mit der Schwanzflosse. Denn Elvis ist so gar nicht schüchtern. Zügig kommt er angeglitten und checkt erst einmal aus, wer ihn da besucht. Noch mit etwas Sicherheitsabstand, doch dann weiß er schnell, hier kommt Freund, nicht Feind und das gibt ihm seine Manege frei. Er lässt sich ablichten, posiert auf dem Stein, neben dem Stein, unter dem Stein. Und wenn man sich dann abwendet, um wenigstens ein bisschen, der sowieso schon viel zu knappen, Grundzeit mit dem gigantischen Barrakuda-Schwarm zu verbringen, wird er richtiggehend eifersüchtig. „Heeee, und was ist mit mir“, scheint er zu rufen, und kommt hinterher „gewackelt“. Auch die langsame Makro-Suche ist ein Vergnügen. Eine Seespinne krabbelt gemächlich über das felsige Riff. Sie passiert ein paar Buckelgarnelen und eine Harlekingarnele, die in einer Felsspalte sitzen. Doch was ist das? Aus dem Dunklen blitzen diabolische Augen hervor – eine Riesenmuräne. Langsam windet sie ihren langen Körper im Fels, um den Kopf hervorzustrecken. Auf ihrer Nase turnt eine Putzergarnele, das lässt sie dann doch weniger teuflisch, eher ulkig erscheinen. Nach Feuerwürmern wird sich kaum noch umgedreht. Aber der Bärenkrebs in der Felsspalte und das Kurzschnäuzige Seepferdchen, das sind schon echte Highlights. Die gesamte Küste ist mit kleinen Höhlen, Überhängen und Swim-Throughs versehen. Das Vulkangestein hat sie natürlich gebildet, das jahrhundertelange Heranklatschen der Wellen erledigte den Rest. Neuerdings hat man auch ein eindrucksvolles Riesen-Wrack – die „Corveta Afonso Cerqueira F488“. Das 85 Meter lange Monstrum ragt von 33 bis hinauf auf 18 Meter Tiefe und bietet den perfekten Taucherspielplatz. Gelbflossen Stachelmakrelen turnen um den Mast herum, ein großer Schriftfeilenfisch inspiziert den Rumpf, aufgeregte Graue Drückerfische verteidigen den Bug. Und wer glaubt im Inneren sei nichts los, der irrt. In der Mitte des großen Schiffs steht ein riesiger Schwarm Goldstriemen. An Deck taucht man zwischen einem 100-Millimeter-Schnellfeuergeschütz Creusot-Loire und zwei 40-Millimeter-Geschützen Bofors L/70 hindurch – ein ehrfürchtiger Anblick.

Weitere Infos: www.mantadiving.com

Die komplette Reise wurde von Discover Madeira finanziert

Unser Autor:
Timo Dersch
Fotojournalist








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