VINTAGE WATCH – TOP TEN



Taucheruhren sind das am meisten genutzte „Tauchgerät“ weltweit. Na klar, weil sich auch Nichttaucher mit dem für den Tauchsport so wichtigen Zeitmesser schmücken – seit 1953, als die erste „moderne“ Taucheruhr* auf den Markt kam.







In der Ausgabe 2/19 stelle ich auf meiner Seite „D’s und das“ meine Top Ten an vintage Taucheruhren vor. Aufgrund meiner langjährigen Hobbytätigkeit auf diesem Gebiet weiß ich, wie beliebt „alte“ Taucheruhren sind und wir groß die Sammelleidenschaft vieler unserer Leser ist. Kein Wunder, denn einige „Oldtimer“ (Rolex, Blancpain, Zodiac, Glashütte und IWC), die vor dreißig Jahren noch keine 1000 Mark gekostet haben werden heute bis in den mittleren fünfstelligen Bereich gehandelt – in Euro versteht sich!
Aber: Geschmäcker sind verschieden, deshalb bitte ich alle Uhren-Afficionados bei unserer Leserwahl mitzumachen und Euren Favoriten anzukreuzen.
Anhand der Stimmenanzahl ermittelt der Computer dann „unsere“ Top Ten, die Top Ten der VDST-sporttaucher.

Und sollte Eure Uhr nicht dabei sein, schickt mir ein Foto oder den Namen via email (sporttaucher@vdst.de) oder über die Kommentar-Funktion am Ende dieses Beitrages.
Ich baue Euren Favoriten dann gern mit in die Liste ein.





Vintage Top 10

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*Was ist das…
…die erste moderne Taucheruhr?

Wasserdichte Uhren gibt es schon seit den 20er Jahren, erstmals im Marketing eingesetzt von Rolex, mit der berühmten britischen Kanalschwimmerin, Mercedes Gleitze.
Und alle Paneristi unter uns werden zu recht anmerken, das Panerai schon im zweiten Weltkrieg seine Kampftaucher mit wasserdichten Uhren (Gehäuse von Panerai, Werk von Rolex) ausgestattet hat.
Wie also kann Blancpain behaupten, sie hätten zusammen mit den französischen Kampftauchern 1953 die erste Taucheruhr entwickelt?
Ganz einfach: Im zweiten Weltkrieg sind die Kampftaucher mit Sauerstoff-Kreislaufgeräten getaucht, die AquaLung war noch nicht erfunden. Beim Tauchen mit Sauerstoff-Kreislaufgeräten ist die (geringe) Tiefe relevant, nicht die Zeit—weil man in Tiefen um sieben Meter (die damals vom Militär ermittelte sichere Tiefe für Tauchgänge mit reinem Sauerstoff) relativ unbegrenzt tauchen kann. Die Uhren wurden ausschließlich als Einsatz-Zeitmesser genutzt, nicht als Taucheruhr – zum Ermitteln der Tauchzeit.
Diese Tauchzeit-Messung wurde erst mit der Entwicklung des Lungenautomaten zur Verwendung an Pressluft-Tauchgeräten wichtig. Auf einmal war es lebensnotwendig, seine Tauchtiefe UND seine Tauchzeit zu messen, um mit beiden Werten die Dekompressionspause zu ermitteln. Das erkannte der erfinderische Schweizer Sporttaucher Jean-Jacques Fiechter natürlich nicht als erster, aber er konstruierte daraufhin in seiner Uhrenfabrik die erste Wasser- und druckfeste Uhr mit einem fixierbaren „Tauchzeit-Ring“ (später nur in eine Richtung drehbar).
Auch Lünetten mit Minuteneinteilung gab es natürlich schon früher, als Pilotenuhr mit einem Ring der in beide Richtungen drehbar war (und heute noch ist). Zum sicheren Tauchen waren diese Uhren nicht geeignet.
So sah das 1953 auch das französische Militär und wählte die Blancpain Fifty Fathoms als Tauch-Einsatzuhr für seine Kampftaucher. Viele weitere Nationen folgten. 1955 auch die Bundeswehr. Die Nationale Volksarmee entwickelte Anfang der 60iger ihre eigene erste Taucheruhr mit ihrem weltweit begehrten Spezimatic Werk (in der Bundesrepublik zum Beispiel von dem Versandhaus Quelle als „Anker“ und „Meisteranker“ vertrieben. Die erste Taucheruhr der DDR findet ihr auf Platz 8 meiner Top Ten.









Dietmar W. Fuchs
Uhrensammler

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