InterDive


Corona hat die Welt nach wie vor im Griff, allerdings bei weitem nicht mehr so wie am Anfang und in Deutschland ist bis auf Maske und Abstand „fast“ wieder Normalität eingetreten. Wenn wir wollen, dass unser „normales“ Leben wieder an Fahrt gewinnt, können wir etwas dafür tun – es wieder „normal“ leben und nicht in Angst und Schrecken erstarren. Vielleicht ist das auch der Grund, warum es mit der InterDive in Friedrichshafen ein deutliches Aufbruchzeichen der Tauchbranche gibt.
Nutzen wir das doch einfach aus!

Sogar die WHO sagt, dass die Pandemie noch lange nicht vorbei sei.  „Wir werden lernen müssen, damit auch noch in den kommenden Jahren zu leben“ so der Präsident des Robert-Koch-Institutes.
Seit die Pandemie im März Deutschland erreicht hatte, wurden alle Messen abgesagt. Nun haben sich die Zahlen auf erfreulich niedrigem Stand eingependelt, Wissenschaftler und Politiker halten es für verantwortbar, Messen unter entsprechenden Hygienemaßnahmen zuzulassen. Im Juli 2020 hat das Land Baden-Württemberg grünes Licht gegeben für die Interboot und die parallel stattfindende InterDive am Bodensee. 
Also kann die InterDive in Friedrichshafen im September stattfinden.
Bei weitem nicht so unbeschwert, wie in den Jahren davor, sondern mit Hygienekonzept und Abstandsregeln, mit viel frischer Luft, breiten Gängen und begrenzter Besucherzahl. Genauso, wie wir es im Moment überall im Alltag erleben – in unseren Kaufhäusern, auf dem Weg in den Urlaub, im Büro und Restaurant – also überall, wo Menschen sich begegnen. 
Da Begegnungen wichtig sind, müssen wir als Verantwortliche diese so sicher wie möglich gestalten und immer wieder abwägen, ob wir noch auf einem guten Weg sind. Wie bei einem Tauchgang…. Das kennen wir doch…. 
„Wir haben uns von der Qualität des Hygienekonzeptes überzeugt und werden es an unserem Stand fortsetzen“ so die einhellige Meinung der beiden Landesverbandsvertreter in Baden und Württemberg. Beide betonen aber auch: „Wir fahren auf Sicht“ –  das bedeutet, die Entscheidung zur Teilnahme wird bis zum letzten Tag vor der Messe und auch während der Messe immer wieder überprüft. Unser Stand wird anders sein – Masken und Plexiglasabtrennung, eine möglichst papierlose Messe, Gespräche in kleinen Gruppen und auf Distanz. Aber wir werden da sein! Wir wollen Ansprechpartner sein für unsere Mitglieder und alle, die sich für uns und unsere Arbeit interessieren, und einen zwanglosen Treffpunkt zum Gedankenaustausch bieten.
Was auf der InterDive möglich ist, kann unter Umständen auf anderen Messen so nicht funktionierenn. Besonders die Präsenz auf der boot in Düsseldorf – ein fester Posten im Jahresplan des VDST –  hat wieder ganz eigene Gesetze, insbesondere wenn man ein „offenes“ Standkonzept fährt wie es der VDST viele Jahre getan hat. Im VDST Vorstand und dem Team, das sich mit den Messeauftritten beschäftigt, wird genau dies zurzeit diskutiert: Können Gespräche und Gedankenaustausch, Networking und Partnerschaften trotz Corona weiterhin im Vordergrund stehen? Wie werden die Mitglieder sich verhalten? Kommen sie zur boot trotz Corona, Maskenpflicht und allen sonstigen widrigen Umständen?
Mit Sicherheit hilft uns die Erfahrungen die wir auf der InterBoot mit unserem kleinen Landesverbands-Stand sammeln auch für die beiden Messen im Januar.
Und sehr gern hören wir dazu auch Eure Meinung.

Der VDSTsporttaucher freut sich auf ein lebhaftes Echo!
Hannelore Brandt

Fakten:
Öffnungszeiten:
Donnerstag 24.09.2020    12 – 19 Uhr
Freitag 25.09.2020    12 – 20 Uhr 
Samstag       26.09.2020   10 – 18 Uhr
Sonntag        27.09.2020   10 – 17 Uhr

Eintrittskarten:
Eintrittskarten werden über ein Online-System vertrieben, datiert auf einen festen Besuchstag.
Tageskarte Erwachsene: 8 €
Tageskarte Kinder 6 bis 14 Jahre: 5 €
Es sind Kombi-Tickets Interboot – InterDive möglich
Donnerstag und Freitag ist das Parken für InterDive Besucher kostenlos.

Ticketbuchung:
Über  https://friedrichshafen.inter-dive.de/ bekommt ihr den Link zur Buchungsstelle


Und jetzt geben wir das Wort an die Landespräsidenten von Baden und Württemberg weiter:




Fünf Fragen an Hannelore Brandt und Rainer Beck:

Rainer Beck und Hannelore Brandt bei einem Tauchertreffen am Bodensee


VDSTsporttaucher: Ist es nicht leichtfertig, in Coronazeiten an einer Messe teilzunehmen?
Hannelore Brandt:Aus unserer Sicht definitiv nicht. Völlig außer Frage steht, dass die InterDive 2020 eine besondere Messe sein wird. Das Thema Corona wird ganz sicher mehr Aufmerksamkeit und Sorgfalt verlangen, dies stellt aber kein Hinderungsgrund für die Teilnahme dar.  

sporttaucher: Welche Erwartung habt Ihr an die diesjährige Messe?
Rainer Beck: Die InterDive ist einer unserer wichtigsten Termine in Sachen Networking im Tauchsport. Genau hier hat uns Corona am empfindlichsten getroffen. Umso mehr erwarten wir nun einen ersten Schritt der Rückkehr in die Normalität. Wir freuen uns auf interessante Gespräche und Kontakte mit allen unseren Partner, Vereinen und Tauchern. 

sporttaucher: Lassen sich Eure Erwartungen mit dem notwendigen Hygienekonzept vereinbaren?
Hannelore: Ganz und gar! Wir sind davon überzeugt, dass eine Messe mit einem perfekten Hygienekonzept wie wir es bei der InterDive geplant haben, die perfekte Plattform für unsere Ziele ist. Selbstverständlich treffen sich auch auf Messen sehr viele Personen auf engem Raum. Dies unterscheidet sich aber nicht zwingend vom Alltag. Ein gut geplantes und durchdachtes Hygienekonzept ist hier ein nicht zu vernachlässigender Vorteil. 

sporttaucher: Wie motiviert Ihr Eure Mitglieder zum Kommen?
Hannelore: Vermutlich ist motivieren gar nicht so nötig. Nach dem doch langen Verzicht steht der Austausch über unseren Tauchsport bei vielen ganz oben. Von Bedeutung wird ganz sicher sein, dass wir die Info über unser Standkonzept, die sicheren Randbedingungen und dem geplanten Angebot auf der InterDive gut kommunizieren. 

sporttaucher: Wie handhaben WLT und BTSV in diesem Jahr den Infofluss über neue Aktivitäten, Angebote usw.?
Rainer: Corona hat nicht nur im Geschäftsleben gezeigt, dass die Digitalisierung ihrem Stellenwert mehr als gerecht wird. Dies ist bei uns im Tauchsport nicht anders, Homepage, E-Mail und soziale Medien stehen wie immer an erster Stelle. Neu wird sein, dass unsere Besucher die Infos nicht in Papier mitnehmen werden können. Wir haben uns aber vorbereitet, dass jeder die interessanten Infos direkt mit seinem Handy nach Hause nehmen kann. 


Kommentar:

Die InterDive, Deutschlands größte „Tauchsportmesse“ – die boot ist eine „Wassersportmesse“ – wird trotz der immer wieder für vereinzelte Unruheherde sorgenden Corona-Epedemie stattfinden!
Das ist mutig, wie wir finden!

Nicht wegen der Viren, die immer noch nicht berechenbar sind, was man an den Infektionszahlen in Ländern mit völlig unterschiedlichen Hygiene und Lockdown Konzepten nachschlagen kann.
Vielmehr ist es eine finanzielle Herausforderung ohne gleichen, diesen Schritt zu wagen.
Denn wenn zum Beispiel bei der Apfelernte am Bodensee gastarbeitende Erntehelfer getestet werden, könnte es passieren, dass lokale Hotspots auftauchen – die ohne Messung vielleicht gar nicht aufgefallen wären?
Könnte wohlgemerkt. Aber, dass das Risiko besteht, das haben die Messungen in Fleisch- und Gemüsefabriken gleichermaßen gezeigt. Wird eine größere Gruppe gemessen, gibt es anscheinend immer noch genügend Infizierte die den k-Wert hoch treiben – in letzter Zeit verstärkt auch auf den Flughäfen, was aktuell auch Jens Spahn feststellen ließ, dass diese hohen Zahlen „auch“ mit den zunehmenden Messungen zu tun haben.
Corona ist immer noch unter uns und sorgt täglich für neue Schlagzeilen, selbst wenn gravierende Fälle – Gott sei Dank – ausbleiben.
Aber nicht von jeder Schlagzeile darf man sich derart verunsichern lassen, dass man den Spaß am Leben verliert. Medien leben nunmal von Schlagzeilen, leider meist negativen.
Trotzdem – oder gerade deshalb – haben unsere VDST-Landesverbände Baden und Württemberg wie jedes Jahr einen Stand auf der Messe, um Tauchinteressierte aktuell und persönlich auf dem Laufenden zu halten.
Auch der VDSTsporttaucher wird täglich vor Ort sein, schon allein weil wir den persönlichen Kontakt zu unseren Mitgliedern nach der Notausgabe (3/20) und der „Nullnummer“ (4/20) im Internet arg vermissen.
Nicht ein einziger Leserbrief hat uns nach der Veröffentlichung der Online-Ausgabe erreicht und das ist bitter, denn es steckt genauso viel Arbeit und Herzblut im online-Heft wie in den Druckausgaben. Nur schaut eben kaum jemand in online-Magazine, das haben uns die Erfahrungen der vergangenen Jahre gelehrt.
Wir freuen uns deshalb auch weiterhin auf Eure konstruktive Kritik insbesondere für ein modernes Druckerzeugnis in enger Zusammenarbeit mit dem Internet, wie wir es für 2021 geplant haben.
Dann kommt der VDSTsporttaucher nach wie vor zu Euch nach Hause und ist parallel über alle Endgeräte, vom Smartphone bis zum Desktop-Rechner – tagesaktuell für Euch da – so wie ihr es Euch in unserer Umfrage wünscht!

Ich freue mich darauf, Euch in Friedrichshafen zu treffen – auch mit Maske und Sicherheitsabstand! Wir schaffen das!

Dietmar Fuchs
Chefredakteur

InterDive Friedrichshafen – Was wird anders sein, was wird bleiben?
– Buchungen müssen Online erfolgen, damit die maximale mögliche Besucherzahl nicht überschritten wird. Kombitickets Interboot /InterDive sind möglich
– Die Hallenparty mit Liveband kann leider nicht stattfinden. Aber kleinere abendliche Treffen an den Ständen werden möglich sein. Die Öffnungszeiten an den beiden Wochentagen kommen dem entgegen.
– Das tägliche Bühnenprogramm läuft, die Stuhlreihen geben einen Abstand zum Nachbarn vor.
– Die Versteigerung von begehrten Tauchartikeln wird in kleinerem Rahmen stattfinden.
– Die Lizenzverlängerungen müssen in diesem Jahr per E-Mailkontakt erfolgen. 
– Unsere Landesverbände werden alle Informationen zu den Aktivitäten im Herbst 2020 und im Jahr 2021 parat haben. Weitgehend papierlos.
Zückt Eure Handys und speichert die QR Codes!



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