ALLZEIT BEREIT

Gemeinsame Rettungsübung „Taucherunfall“ mit Feuerwehr und DRK am
Großen Laacher See


Dem Tauch-Club Leverkusen (TCL) steht für seine Tauchausbildung im Freiwasser ein Teil des Großen Laacher Sees in Leverkusen-Hitdorf zur Verfügung. Geräte- und Apnoetaucher nutzen das bis zu 20 Meter tiefe Gewässer. Die beiden Taucheinstiege sind von unserem Zugangstor zum See wegen des Waldgeländes nicht sichtbar und bis zu etwa 200 Meter entfernt. Der neue Vereinsvorstand hatte den Wunsch, zur Erhöhung der Sicherheit beim Tauchen das Gelände einmal gemeinsam mit der Feuerwehr Leverkusen zu begehen und eine Übung „Taucherunfall“ durchzuführen.Die Feuerwehr hat uns vorbildlich unterstützt und schon bei der gemeinsamen Seebegehung konnten wichtige Erkenntnisse gewonnen werden:
Der vorhandene Fahrweg zum ersten Taucheinstieg kann von Rettungsfahrzeugen nicht befahren werden, also: viele Hände sind zum Tragen eines Unfallopfers erforderlich.
Am Zugangstor soll ein „Schlüsselrohr“ der Feuerwehr angebracht werden. Diese ist nur von der Feuerwehr zu öffnen und enthält den Torschlüssel. Somit kann das Tor jederzeit und schonend von den Einsatzkräften geöffnet werden.
Für einen großen Einsatz der Feuerwehr mit Boot und eigenen Tauchern wurde ein anderer Zugang vom gegenüberliegenden Seeufer als optimal ermittelt und später in Absprache auch dort ein Schlüsselrohr am Zugangstor zum betroffenen Windsurf-Club montiert.

Gründliche Vorbereitung
Die Rettungsübung wurde im Verein und mit der Berufsfeuerwehr ausführlich geplant. Eine Gruppe Apnoetaucher sollte etwa 200 Meter vom nächsten Einstieg entfernt an der Boje tauchen und einen Taucherunfall simulieren. Zur Verkürzung der Alarmierungszeit setzt die Apnoegruppe ein neu beschafftes Outdoor-geeignetes Mobiltelefon (mit großen Tasten) ein. Dieses ist wasserdicht und befindet sich an der Boje. So kann die Zeit bis zum Absetzen eines Notrufes deutlich verkürzt werden. Eine freundliche Einladung der Berufsfeuerwehr Leverkusen zur Besichtigung ihrer Rettungswache und der Wasserrettungsgeräte war von vielen Vereinsmitgliedern gern angenommen worden und hat sicher Allen neue Erkenntnisse gebracht. Die Übung wurde im letzten Sommer an einem Sonntag bei komfortablen 30 Grad Außentemperatur durchgeführt. Neben den beiden TCL-Apnoetauchlehrern als Beobachter waren fünf Apnoetaucher des Vereins, weitere Mitglieder als Zuschauer und circa 20 Rettungskräfte der Berufsfeuerwehr, der freiwilligen Feuerwehr und des DRKs an der Übung beteiligt.Die Übung verlief sehr erfolgreich und endete mit dem Verbringen des Unfallopfers in den Rettungstransportwagen (RTW). Bei der anschließenden Abschlussbesprechung in geselliger Runde vor Ort konnten weitere wichtige Verbesserungsmaßnahmen definiert werden.

Fazit:
Die Einweisung der eintreffenden Rettungskräfte bereits an der Straße und dann bis zum Tauchplatz sind unerlässlich, um keine Zeit zu verlieren.
Das Mobiltelefon an der Boje zum unmittelbaren Absetzen des Notrufes hat sich bewährt
Beim Transportieren des verunfallten Tauchers im Wasser sind ein zusätzlich mitschwimmender Einweiser für das Einhalten der Schwimmstrecke und ein Standby-Schwimmer zur Ablösung nötig
Jeder der teilnehmenden Apnoisten hat sehr realitätsnah erfahren, wie vorteilhaft es ist, mehrere gut ausgebildete Taucher vor Ort zu haben…
Eine eindeutigere Beschilderung der Tauchplätze und der Wege dorthin erhöht die Sicherheit.
Die Übung hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht. und es ist eine weitere Übung, beim nächsten Mal mit einem verunfallten Gerätetaucher angedacht.

Unser Autor:
Michael Werner
Tauch-Club Leverkusen
APTL** und Vorstand




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