NEXT LEVEL COOLNESS

VDST Tauchlehrerprüfung made in Norwegen. Ein sprung ins kalte wasser!


TL2/TL3 Prüfungen 2020:
31.05. bis 07.06.2020 Hyeres/Südfrankreich , Leiter: Frank Ostheimer
24.07. bis 02.08.2020 Gozo/Malta, Leiter: Volker Maier
26.09.  bis 03.10.2020 Giglio/Italien, Leiter: Reiner Kuffemann
weitere Termine folgen.




Eine Tauchlehrerprüfung in Norwegen? – vergiss das, da bekommst du keine Teilnehmer!“. Doch es kam anders. Schon kurz nach Start der Ausschreibung waren alle Plätze ausgebucht. Die Motivation war wohl bei vielen Teilnehmern ähnlich: „Es reizte mich eine Tauchlehrerprüfung im Trockentauchanzug zu absolvieren – so zu tauchen, wie wir es zu Hause in unseren Seen bei der Ausbildung auch tun“ – klang es fast einmütig im Rahmen der Vorstellungsrunde – „und dabei noch ein über und unter Wasser einzigartiges Land kennen lernen – mit tollen Wracks“. Schnell war klar: Die Erwartungen an die Ausbilder und die Tauchbasiscrew waren hoch. Der VDST Dive-Center Gulen gehört weltweit zu den Top Tauchspots und ist bekannt für eine perfekte Organisation. Auch bei den Ausbildern setzten wir nur Profis im Kaltwasser ein, zum Beispiel VDST TL3 Peter Leopold, der als Biologe und Staatlich anerkannter Forschungstaucher seit fünf Jahren in Tromsö/Nordnorwegen lebt und arbeitet, die Gewässer und Verhältnisse perfekt kennt und uns ständig Tipps und Erfahrungen aus seinem wissenschaftlichen Tauchumfeld geben konnte. Es wurde viel Neues ausprobiert und erarbeitet. Die zahlreichen TL3 Anwärter hatten Sonderaufgaben und mussten einen Nachmittag komplett gestalten. Wir lernten mit Vollmasken zu tauchen, wie man sicher in gemischten Gruppen mit Rebreathern taucht, übten Notfallprozeduren wie die Simulation einer Vereisung nach Anstrengung, verlegten Führungsleinen und tauchten mit abgeklebten Masken und machten Vorbereitungstauchgänge für das Eistauchen an einer Leine – doch jeden Morgen standen einzigartige Wracktauchgänge auf dem Programm. Es ist einfach unglaublich, wie viele Schiffe alleine im Zweiten Weltkrieg auf der Eisenerz-Route vom Erz Hafen Narvik in Richtung Süden in den Fjorden versenkt wurden. „Lange noch ragten Teile der großen Wracks aus dem Wasser“ erzählt uns Basisleiter  Ørjan „doch in den Sechziger- und Siebziger Jahren wurden diese gesprengt – „wir wollten nicht, dass unsere Fjorde wie Schrottplätze aussehen“. Bis dahin waren die Wracks auch nahezu unberührt und vor allem nicht geplündert – aber auch gespickt mit Waffen und Munition. Diese holte die norwegische Marine systematisch von allen erreichbaren Wracks. Besonders deutlich wurde die Historie am Doppelwrack der Fernedale und Parat. Die größere Fernedale fuhr 1944 auf einen Felsen auf. Das Versorgungsschiff Parat sollte zur Hilfe kommen – beide wurden aber von Fliegern angegriffen und liegen nun hintereinander am steil abfallenden Ufer. Direkt am Heck der Fernedale auf rund 40 m Tiefe beginnt die Parat und ragt bis auf über 60 m hinunter. Man sieht deutlich noch die voll belegten Klampen und die in der Eile gekappten Tampen. Die Parat sank zuerst und vier Stunden später die größere Fernedale.  Glasklares Wasser schafft eine besondere und unvergessliche Atmosphäre, sodass wir die Schiffe in der Prüfungswoche gleich mehrmals betauchten. Die Tauchbasis stellte für die Ausfahrten die große Jacht Vikingfjord und das 40 Knotenschnelle RIB bereit – so konnten wir mit der großen Gruppe stets gleichzeitig an der gleichen Stelle ins Wasser.  „Eine wunderbare Woche geht zu Ende – wir haben alle unendlich viel hinzugelernt und wir können dem VDST nur empfehlen, diese Art der Tauchlehrerausbildung unbedingt beizubehalten….“ so drückte es Uwe Etzien aus Rostock als Sprecher der Teilnehmer aus. Wir im Fachbereich Ausbildung geben unser Bestes dafür. Der gesamte Bericht ist auf der VDST Homepage zu finden – unter Tauchausbildung – Impressionen – TL Prüfungen des Bundes.

weitere Infos: gulendiveresort.com

Unser Autor:
Frank Ostheimer
Stellvertretender Bundesausbildungsleiter







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