TOTALE: Reisefotografie

Wracks faszinierenDoch in der UW-Fotografie scheiden sich die Geister: Nahaufnahme oder Totale was ist richtig? Beides! Je nachdem, welches Ressort man gerade bedient


Unser Model, ein „Ostsee-Wrack“ hilft unserem UW-Fotografen zu sehr guten Bildern für die Fotoecke im VDST-sporttaucher und unserem Archäologen zu sehr guten Bildern fürs Museum. Das Spannende daran, unterschiedlicher könnten die Fotos gar nicht sein. Hier steht warum

.Das meint unser UW-Fotograf:
Zahllose Wracks finden sich in der Ostsee. Sie raumgreifend abzulichten, bedarf in diesem dunkelgrünen und oft nur geringe Sichtweiten bietendem Meer einiger Voraussetzungen.

Die Kamera
Eine oft geringe Helligkeit in Tiefen über zehn Metern verlangt entsprechende Aufnahme-Konfigurationen. Das Wrack nur anzublitzen und den Rest in schwarze Nacht zu tauchen, bringt selten eindrucksvolle Ergebnisse. Es gilt, auch das Restlicht zu nutzen, um möglichst viel vom Schiffskörper aufs Bild zu bekommen. Oft sind ISO-Einstellungen zwischen 320 bis 500 notwendig. 

Das Objektiv
Gute Ergebnisse bei den oft geringen Sichtweiten gelingen nur mit extremen Weitwinkel-Objektiven. Man muss wirklich bis auf einen halben Meter an die Wracks heran. Um Randunschärfen zu reduzieren, ist eine Abblendung auf 5,6, besser auf 8 sinnvoll.

Die Beleuchtung
Um bei dem extremen Winkel eine befriedigende Ausleuchtung zu erreichen, benutzt man besser zwei Blitzgeräte. LED-Leuchten, selbst sehr starke, sind wegen der langen Belichtungszeiten für die Frontbeleuchtung nur bedingt einsetzbar. Nur mit den ultrakurzen Leuchtzeiten der Blitze gelingt es, einen dunklen Vordergrund „einzufrieren“. Die abzufeuernde Intensität sollte manuell steuerbar sein.

Die Belichtung
Eine Spiegelreflex mit Gehäuse, Blitzen und Blitzarmen bringt schnell eine Masse von acht Kilo oder auch deutlich mehr. Der Vorteil: aus freier Hand sind Belichtungszeiten von 1/10 Sekunde und länger kein Problem. So kann man in dunkler Umgebung noch das für die Bildstimmung wichtige Tageslicht einfangen.


Unser Autor:
Erhard Schulz
Reisejournalist und Experte in Sachen UW-Fotografie





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