INTERVIEW: MARTIN GRABOWSKI

»Durch positive konkurrenz unsere spitzenathleten zu noch höheren leistungen motivieren«


Martin
Grabowski


Bundestrainer
Flossenschwimmen beim VDST



Seit 2021 ist Martin Grabowski neuer Bundestrainer der Leistungssport-Sparte Flossenschwimmen beim VDST. Der VDSTsporttaucher hat ihm ein paar Fragen zu seinem bisherigen Leben gestellt und wie er sich seine Zukunft im VDST vorstellt.

VDST sporttaucher: Erzähl uns doch mal von Deinem (sportlichen) Leben, bevor Du die Stelle als Bundestrainer Finswimming angenommen hast. 
Martin Grabowski: Seit Mitte der 80er Jahre bin ich hauptberuflich als Trainer im Becken-Schwimmen, Open-Water-Schwimmen, beim Triathlon und im Finswimming tätig. Viele Jahre davon als Landestrainer für Rheinland-Pfalz, als Cheftrainer beim SSF Bonn und als Bundesstützpunkttrainer in Frankfurt. Nach den Olympischen Spielen in London habe ich dann einige Jahre im Ausland gearbeitet … Cheftrainer im Hongkong Sports Institute und Nationaltrainer in Hongkong … Olympiastützpunktleiter und -Trainer in der Türkei … Direktor und Cheftrainer der Head Swimming Academy in Cairo … Technischer Direktor beim Bahrain-Schwimm-Verband … und habe gleichzeitig während der letzten 30 Jahre für das IOC und die FINA weltweit als Dozent bei der Trainerausbildung und bei der sportlichen Beratung und Entwicklung von nationalen Schwimmverbänden mitgewirkt.

sporttaucher: Was war Deine Motivation, Dich als Bundestrainer Finnswimming beim VDST zu bewerben?
Martin: Ich hatte in den vielen Jahren meiner Trainerlaufbahn immer mal wieder sehr guten Kontakt mit dem Finswimming, sowohl mit eigenen Sportlern als auch mit Funktionären im VDST; in den Trainingseinheiten der Schwimmer sind bei mir die Flossen und auch die Monoflosse eine ständige Ergänzung der Trainingstools und es ist beeindruckend, Sportler zu unterstützen das Gleiten und Durchströmen des Elementes Wasser zu optimieren.  

sporttaucher:  Welche Wettkämpfe stehen bei Dir in naher Zukunft auf der Liste?
Martin: In dieser neuen Saison 2021-2022 stehen natürlich die World-Games im Juli 2022 in Birmingham (USA) und die anschließende WM in Cali (Kolumbien) als auch die Junioren-Europameisterschaft in Poznan (Polen) als Zielwettkämpfe im Mittelpunkt. Mit einer gut strukturierten Saison haben wir eine sehr gute Chance, auch bei diesen Wettkämpfen bei der Medaillenvergabe mitzumischen.

sporttaucher: Welche Potenziale und welche Baustellen siehst Du beim Finswimming im VDST und allgemein beim Leistungssport im VDST?
Martin: In Deutschland gibt es statistisch sicherlich deutlich mehr für das Finswimming sehr talentierte Sportler, als wir bisher im VDST aktiv eingebunden haben. Hier ist ein großes Ziel besonders in den Regionen in Deutschland, wo das Finswimming zurzeit etwas „schlummert“ oder sich eventuell sogar im „Tiefschlaf“ befindet, diese wieder aufzuwecken und zu aktivieren. Damit können wir den Leistungssport-Finswimming auf eine breitere Basis stellen und bisher unentdeckte Talente an Topleistungen heranführen, als auch durch positive Konkurrenz unsere Spitzenathleten zu noch höheren Leistungen motivieren. Hier freue ich mich über jede Unterstützung und auch Ideen aus allen Bereichen und den Landesverbänden möglichst viele verschiedene „Klingeltöne für den Weckruf“ zu entwickeln.

sporttaucher:  Was hältst Du von UW-Rugby und Hockey und siehst Du eventuell Synergiepunkte zu FS? Martin: In den vielen Jahren meiner Trainertätigkeiten in so vielen unterschiedlichen Bereichen, die aber alle mit dem Element Wasser sehr eng verbunden waren und sind, sehe ich immer wieder, wie grundsätzlich unterschiedliche Sportarten sich gegenseitig sehr unterstützen können und auch zu einer speziellen Entwicklung in jeder der Sportarten beitragen können. 

sporttaucher:  Welche Rolle spielen für Dich Trainer und die Trainerausbildung beim Leistungssport im VDST?
Martin: Die Trainer sind ein Schlüsselpunkt für den Aufbau, die Entwicklung und die Führung der Sportler zu Topleistungen. Hier müssen wir versuchen, die Qualität unserer Trainer sowohl durch Ausbildungsmaßnahmen als auch durch ergänzende und interessante Fortbildungsangebote zu festigen und auch mit Blick auf andere Nationen weiterentwickeln. Insbesondere lassen sich durch den Einsatz moderner Medien die Problematiken von Zeitaufwand und/oder Kosten deutlich optimieren und so eine effizientere Entwicklung umsetzen.

Kontakt zu Martin Grabowski: 
bundestrainer-fs@vdst.de


Das Interview hat geführt:
Wolfgang Tress
UW-Rugby Trainer & Schiedsrichter





Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.