WOMO TAUCHEN

Seit 18 Jahren sind wir von Norwegen bis Sardinen von Slowenien bis Schweiz zum Tauchen mit unserem Tauchmobil unterwegs – jetzt erzählen wir Euch warum ein  Wo(hn)-mo(bil) so viel Spaß beim Tauchen macht.

Besonders genießen wir es abends, nach der Arbeit in die Nacht zu fahren um am nächsten Morgen direkt am Tauchplatz aufzuwachen und nach einem frischen Café Tauchen zu gehen. Anfangs mit einen VW T4 California und seit 2014 mit dem, etwas praktischerem, ausgebauten Fiat Ducato Kastenwagen. Die Idee dazu reifte eigentlich über den Gedanken, dass wir ein Alltagsauto gesucht hatten, in welchem man bequem zwei Tauchausrüstungen, einen Hund und zwei Menschen je zuzüglich Zubehör transportieren kann. Des Weiteren wollten wir notfalls auch darin übernachten. Der T4 war in der Hinsicht erst mal perfekt! Nebenbei hatte er eine Standheizung, eine Kühlbox und ein Kochfeld, was sich ebenfalls als nützlich erwies. Ihm haben wir es zu verdanken, dass Tauchen für uns kein Saisonsport mehr ist. Im Nachhinein kann ich nicht mehr sagen, ob unsere Tauchaktivitäten ohne Tauchmobil jemals so vielfältig geworden wären wie sie das heute sind. Vom Tauchen im Meer, Berg-, Baggerseen, unter Eis, in Flüssen, zu Wracks, in Bergwerken bis hin zu Spezialkursen, die einfach nur aber Spaß machen und den Horizont erweitern, wie etwa die  VDST Unterwasserarchäologie, haben wir alles Mögliche schon ausprobiert. In zehnJahren tauchen vom VW Bus aus, in ganz Mitteleuropa zu jeder Jahreszeit und jeder Tages und Nachtzeit, reifen dann weitere Ideen was ein Tauchmobil haben muss, um die Sache noch ein Stück flexibler und komfortabler zu gestalten. Die Tauchausrüstung hat sich vermehrt, aus Halbtrocken- wurden Trockenanzüge, aus Mono Flaschen wurde Doppelpacks, dazu einige Stages, verschiedene Flossen, mehr Zubehör für unterschiedliche Einsatzzwecke, dem Entsprechend mehr Ersatzmaterial. Wenn man in der Wildnis, eine Autostunde von der nächsten Stadt entfernt, ins Wasser geht um Unterwasser bessere Sichtweiten als über Wasser zu erleben (Bei Nebel auf einem Bergsee ist das tatsächlich so!), nimmt man sich unweigerlich irgendwann eine etwas erweiterte Notfallausrüstung mit. Die Ladekapazität für Tauchausrüstung musste expandieren und wir wollten eine Dusche sowie eine Toilette dabei haben. Alles in allem kommt man bei dieser Planung auf einen Fiat Ducato mit Hochdach und einer Länge von 5,50 Meter. Wohnmobil Individualausbauer leben davon Leuten wie uns jegliche Spezialwünsche zu erfüllen. Einen Solchen schockierte bei unseren Ansprüchen an den Laderaum im Heck des Fahrzeugs, überhaupt nichts: Zurrschienen für Tauchflaschen, passgenaue Maße für Euroboxen, so dass dies ohne zusätzliche Ladungssicherung fest sitzen, einen extra widerstandsfähigen Boden und das Ganze feuchtigkeitsbeständig sowie beheizbar. Quasi ein Ladekonzept bei dem nichts dem Zufall überlassen wird. Das Einzige was der rollenden Tauchbasis fehlt ist ein Kompressor. Mehr Flexibilität, Spontanität und Freiheit, die unterschiedlichsten Tauchspots zu erkunden, ist kaum vorstellbar.
Michael Müller

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