KLASSE UNTER WASSER


16 Trainer-B-Anwärter tauchten für den VDST-Leistungssport in Schöneck ab


 

 

 

Malscher UW-Rugby Urgestein Reinhard Schottmüller rief nach zwölf Jahren wieder zur  Trainer C- und B- Leistungssportausbildung in die Sportschule Schöneck – 40 folgten seinem Ruf.



300 Jahre Erfahrung im Raum

Bei durchschnittlich 20 Jahren UW-Rugby pro B-Kurs-Teilnehmer braucht man nicht mehr viel erklären. Und viele sind nicht nur einfache Spieler, sondern ein A- und mehreren B-Schiedsrichter, Mitglieder der Damen- und Herren-, sowie Trainer der U21 Nationalmannschaften, sowie Landesverbandstrainer. Das vermittelt ein Gefühl für das Potenzial, das fünf Tage von morgens halb neun bis abends halb neun unter Schottmüllers wachsamen Augen die erforderlichen Grundlagen erarbeitete und den Ist-Soll-Zustand des Deutschen UW-Rugbys durchleuchtete.

Wenn nicht ihr, wer dann?

Schottmüllers Zielsetzung für den Trainer B-Kurs war klar – die Kursteilnehmer sollten mehr als „nur“ Wissen aufsaugen und Erfahrung austauschen. Aus der Expertendichte sollte etwas Neues entstehen. „Ihr seid der Kern der Zukunft des Deutschen Unterwasserrugbys, sonst wärt ihr nicht hier. Wir müssen die Chance und die Energie nutzen hier etwas zu schaffen.“ brummte Schottmüller.


Nicht nur Rahmentrainingsplan

Neben dem vorgeschriebenen Lehrplan etablierten die Trainer B-Teilnehmer Arbeitsgruppen zu den  Themen: UW-Rugby-Rahmentrainingsplan, Nachwuchsrekrutierung, Mannschaftsorganisation, Trainingsgestaltung, Saisonplanung, Schiedsrichter Clarification und Standards. Selbstständiges Denken außerhalb der alten Tretmühlen war gefragt. Die Arbeitsgruppen trafen sich über das eigentlich Rahmenprogramm des Lehrgangs hinaus, welches der B-Kurs in Abschnitten mit den Trainer C-Teilnehmern teilte. Zusätzlich zu den Workshop-Themen und den Vorträgen hatten einige der B-Schein-Anwärter auch im Voraus Spezialthemen erarbeitet, die sie in Theorie und Praxis vorstellten. Physiotherapeut Torsten Stanschus referierte und praktizierte zusammen mit den Teilnehmern den Einsatz verschiedener Tapes an der Hand, Damen U-21-Trainierin Lina Fründt  das praktische Fingertraining mit einfachen Hilfsmitteln und Lorena Bianchi und Wolfgang Tress präsentierten ihre Ergebnisse zur Frage, wie ein spezifisches UW-Rugby-Training an Land aussehen kann.

Die Besten vor und hinter den Bänken

Zu den Höhepunkten der Vorträge zählten neben den Grundlagenvorträgen des Sportschule-Mitarbeiters Volker Trunk vor allem die Beiträge von VDST-Vizepräsident Dr. Uwe Hoffmann zur Leistungsphysiologie und dem Nationaltrainer der UW-Rugby-Herren Wilhelm Nier zu Technik und Taktik.

 

 

Trainer 2.0

Mitte Oktober 2018 werden die Ergebnisse der Arbeitsgruppen bei der Abschlussprüfung präsentiert und anschließend veröffentlicht. Schon jetzt zeichnet sich ab, das ein Kern der B-Kurs-Teilnehmer auch über die Ausbildung hinaus im „UWR-Rugby-Trainer Forum“ für das deutsche UW-Rugby zusammen arbeiten wird.

Unser Autor:
Wolfgang Tress 

Fotos:
Wolfgang Tress
Hannes Hoffmann
Alexander Szameitat

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