ZUR SPORTTAUCHER UHR

1980 VDST- Uhr

Bei dem Überfliegen des Artikels über die Certina VDST Uhr kam es mir vor wie ein „Deja Vu“. Ja, flux in der Schatzkiste gekramt und da ist sie wieder, die VDST-Uhr, die mit einem unschlagbar günstigen Preis von 200 Mark, die damalige Taucherschaft schockierte. Designed streng nach den damaligen Anforderungen, es muss so um 1980 gewesen sein, es gab schon den VDST-sporttaucher.  Ja und schon bald hatte ich in den folgenden gut 25 Jahren eine treue Begleiterin über und unter Wasser. Bis heute unerreicht finde ich das Armband. Mit diesem braucht man sich keine Sorgen um ein Stück Verlängerung zu machen. Es war simpel, fast stufenlos verstellbar und zu dem elastisch dehnbar. Egal ob Trocki (ok, nur ohne Armreif) oder 3-mm-Anzug, es passte immer. Meine Uhr hat übrigens die Seriennummer 76. Erinnert sich noch jemand?

Dieser Leserbrief erreichte uns im März von Sportkamerad  und Uhrenfan Horst Klauer. Natürlich haben wir sofort nach der Uhr und einem zeitgenössischen Foto gefragt – damit uns „die gute alte Zeit“ noch einmal in Erinnerung gerufen wird. Wer hat noch eine sporttaucher-Uhr? –  Und schickt uns ein Foto seiner alten oder gern auch seiner neuen, an: sporttacher@vdst.de

sieh auch: Orangeneis

Die neue VDST-Uhr, „state of the art“ 2020 mit Automatik-Werk und exklusivem VDST-Trockentaucharmband – auch mit Handschuhbajonet nutzbar!

Die erste Taucheruhr
„Wer hat die erste Taucheruhr entwickelt?“ wird von Liebhabern der unterschiedlichen Marken immer wieder diskutiert. Dabei ist es eigentlich ganz einfach, wenn man die Tauchzeit ausschließlich mit dem Tauchen in Verbindung bringt. Die weltweit erste wasserdichte Armbanduhr hat Rolex entwickelt, in den 20er Jahren für die Kanalschwimmerin Mercedes Gleitze, nicht zum Tauchen – trotzdem ein großer Schritt in die richtige Richtung. Gefolgt von den Entwicklungen von Panerei, die im Zweiten Weltkrieg wasserdichte Einsatzzeitmesser für ihre Kampftaucher benötigten – nicht allerdings um die Tauchzeit zu berechnen, denn getaucht wurde im zweiten Weltkrieg noch mit Sauerstoffkreislaufgeräten und damit war die Tauchzeit unerheblich – im Gegensatz zur Tiefe. In diesem Gebiet war Panerai einer der Pioniere und baute deshalb für seine ersten Militäruhren Fremdwerke in die eigenen Tiefenmessergehäuse. Erst mit der Entwicklung der Aqualunge Anfang der 50er Jahre wurde die Zeitmessung für Taucher wichtig, weil tiefer getaucht werden konnte und dadurch die Tauchzeit exakt gemessen werden musste um  Dekompressionszeiten zu vermeiden oder ebenfalls genau zu messen. Der Schweizer Jean-Jacques Fiechter, Inhaber der Marke Blancpain, hat 1953 die erste wasser- und druckdichte Armbanduhr mit einseitig (oder arretierbarer) Tauchzeitlunette entwickelt und patentieren lassen. Und damit die erste „moderne“ Taucheruhr zur Messung und sicheren Darstellung von Tauch- und Dekompressionszeiten. Rolex übernahm 1953 ebenfalls eine Lunette an seinen Submariner-Uhren, allerdings waren diese „Zeitmessringe“ noch bis in die 80er Jahre beidseitig drehbar – wie bei vielen anderen Sportuhren der damaligen Zeit auch.

Unser Leser:
Horst Klauer
hat noch die erste VDST-Taucheruhr von 1980







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