HERR DER RINGE




Unglaublich, was so eine Taucheruhr alles kann!


Eine Taucheruhr ohne Tauchzeitring? Kaum vorstellbar, obwohl es eine ganze Reihe interessanter Taucheruhren auch ohne die Lunette gibt – aber das ist eine andere Geschichte. 

Heute dreht sich einmal alles um den Tauchzeitring und wenn Euch diese kleine Einführung gefällt, „surft“ doch einfach mal auf die Webseite Quill & Pad. Achtung, die Seite „kommt“ zwar aus der Schweiz, hat aber austral-amerikanische Ursprünge, sprich: ist auf Englisch. Was sie aus meiner Sicht noch interessanter macht – einfach weil die „Down Under“ oder „Go West“ immer gut drauf sind und nicht nur „zeit“weise gute Geschichten erzählen können. 

Gebt einfach „Dietmar“ oder „Bezel“ in das Suchfeld auf der Seite ein und ihr kommt zu meiner ausführlichen Geschichte zur Lunette für Taucher. 

Links im Bild seht ihr, was man mit dem Ring alles anfangen kann und nachfolgend meine Lieblingsfunktion an der Uhr, weil:  

Taucher sind Reisende.

Die zweite Zeitzone an der Taucheruhr

Ganz ohne englisch geht es auch in diesem Fall nicht, denn für die Einstellung des Ringes gibt es zwei Merksätze: 

1) Fliegt ihr nach Westen zum Beispiel in die Karibik, denkt ihr an „West is Best“ und dreht den Ring fünf Stunden im Uhrzeigersinn. 

2) Fliegt ihr auf die Malediven also nach Osten „East is Least“ dreht ihr den Ring zurück – richtig, bei der Taucheruhr geht das nicht, also müsst ihr etwas rechnen und den Ring vorwärts auf die zurückgerechnete Stundenzahl stellen. 

Der 60-Minutenmarker der Lunette ist jetzt eure „12“. Der Stundenzeiger zeigt entsprechend dem Versatz nun auf der Lunette die Zeit an. Die Minuten bleiben gleich. 

Hört sich kompliziert an, ist aber ganz einfach, wenn man auf der Uhr mitdreht. 

Viel Spaß dabei und beim Surfen! 

3 Gedanken zu „HERR DER RINGE

  • 15. Mai 2021 um 14:12
    Permalink

    Hallo Dietmar,

    1) Persönlich findeich ja die „Large Suraway Diver“ von Kobold (einer US Marke) auch sehr schön.

    2) Ich tauche seit 1990 und war früher VDST-TL** – aber: Niemand konnte mir bisher erklären, warum die ersten 15 Minuten auf der Lünette bei vielen Taucheruhren besonders gekennzeichnet sind.
    (z.B. Sinn U1, 50 fathom von Blancpaine, Rolex Sea Dewller etc…)
    Ergibt für mich taucherich keinen Sinn…
    Früher wurde gelehrt, die „Null-Stellung“ der Lünette auf den Beginn des Abtauchens zu stellen. Und daraus ergab sich auch, warum die Lünette nur nach Links (gegen den Uhrzeigersinn) zu verstellen sein sollte.
    Diese Frage habe ich auch schon vor 15 Jahren im Taucher.Net gestellt
    https://taucher.net/forum-die_ersten_10_minuten-ioz28826

    Auch aus den Antworten im Forum ergibt sich aber auch kein Sinn der „ersten 15-Minuten“.
    Wenn man die „Null-Stellung“ der Lünette auf den Beginn des Aufsieges stellen würde, denn müssten die Zahlen davor auf der Lünette ja rückläufig sein.
    (Mein Gott, nach 15 Jahren weiß ich noch, welche Fragen ich im Taucher.Net gestellt habe – na, wenigstens kein Alzheimer 🙂

    Mit der Bitte um eine Erklärung/Erhellung

    Viele Grüße
    Micha

    bleibt Gesund

    Ps: ich selbst tauche mit einer Citizen „Orca“ (BL0016-04L)

    Antwort
    • 15. Mai 2021 um 15:29
      Permalink

      Hallo Michael,
      vielen Dank für Deinen Kommentar und das Interesse an Taucheruhren 🙂
      Die Kobold sieht schick aus – aber ganz schön teuer für eine Uhr ohne Historie – aber über Geschmack kann man nicht streiten 🙂
      Zu Deiner Frage:
      Die Lunette ist eine Entwicklung eines Piloten, der neben der Uhrzeit auch eine Zeitraum minutengenau (nicht sekundengenau) leicht erkennbar sichtbar machen wollte.
      Minutengenau rechnen wir auch unsere Tauchzeit aus – zum Zeitpunkt der Entwicklung der ersten Taucheruhr (1953) für Presslufttaucher gab es schon die Decotabelle und wir haben damals den Großteil aller Tauchgänge innerhalb von 60 Minuten absolviert – auch weil wir tiefer getaucht sind und dafür war die Lunette ideal – und unsere Dekozeiten waren dabei meist im Bereich der ersten 15 Minuten.
      Was der Grund für Taucheruhren (im Gegensatz zu Pilotenuhren) für eine genauere Einteilung in diesem Bereich war.
      Noch eine Anmerkung in eigener Sache: Ich habe die meisten meiner Tauchgänge mit Uhr/Tiefenmesser/Tabelle gemacht (als Tauchlehrer in den Jahren 1978-1988). Und wir haben unsere „echten“ Tauchgänge damals aufgrund eines Ziels (z.B. Wrack geplant und sind dann den Plan getaucht), also 40 Minuten auf 30 Meter, einmal quer durchs Wrack. Dann haben wir allerdings die 40 auf den Minutenzeiger beim Abtauchen gesetzt und sind bei 0 aufgetaucht, sprich haben die Deko begonnen und der Ring war schon richtig eingestellt 😉
      Es macht übrigens auch heute nach Spaß (und Sinn) so wie damals zu tauchen denn es gibt eigentlich keinen Grund für JoJo-Tauchgänge außer ich weiß nicht was ich will 😉
      Grüße
      Dietmar

      Antwort
  • 26. Mai 2021 um 13:01
    Permalink

    Hallo Dietmar,
    danke für die Antwort – schlauer bin ich zwar immer noch nicht, aber das liegt wohl an mir 🙁

    „… denn es gibt eigentlich keinen Grund für JoJo-Tauchgänge außer ich weiß nicht was ich will …“
    :-)))))
    a) Ich muß noch schwer mit meinem Tauchschüler an seiner Tarierung arbeiten…
    b) Ich übe zum x-ten Mal eine dieser Aufstiegsübungen…
    c) Mein Foto-Motiv bleibt nicht im Sucherfeld meiner Kamera…

    (Antwort C überwiegt bei mir in letzter Zeit 🙂

    ps: neben meinem alten Aladin Smart-Pro habe ich im Normalfall immer auch eine Uhr am Arm und einen Tiefenmesser in der Zweierkonsole mit dem Finimeter.

    Gruß
    Micha

    Antwort

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