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Hugyfot ist der erste Unterwasserkameragehäusehersteller, den es auf dem Markt überhaupt gab.



Weitere Infos:
hugyfot.com

Hugyfot war ehemals deutsch-schweizerisch und ist mittlerweile in belgischer Hand. Das runde Design des soliden Aluminiumblocks faszinierte mich seit je her. Die Möglichkeit, das Gehäuse einhändig zu bedienen, ist besonders in schnelllebigen Situationen in denen man an der Oberfläche agil sein sollte, von Vorteil. Mein Highlight: der ergonomisch in das Gehäuse eingelassene Auslösehebel aus Metall. Er hat ein tolles Ansprechverhalten und kann als Feintaster perfekt bedient werden. Die Räder für Blende und Verschlusszeit sind groß gehalten und auch mit dicken Handschuhen leicht zu bedienen. Gleichzeitig ist Hugyfot der Erfinder des Vakuumsystems mit Leckwarnung, was heutzutage für alle guten Unterwassergehäuse zum Standard geworden ist. Per Handpumpe wird die Luft aus dem Gehäuse herausgesaugt, und das Indikatorlämpchen zeigt an, ob das erreichte Vakuum auch stabil bleibt. So wird man bei der kleinsten Undichtigkeit gewarnt. Mittlerweile hat man die Wahl beim Gehäuseverschluss zwischen der Imbusversion und metallenen Schnellverschlüssen, welche ich bevorzuge. Zu oft passiert es, dass man doch am Tauchplatz eine Batterie wechseln muss, und gerade kein passender Schlüssel parat liegt. Sicher mag es aber auch Liebhaber geben, die sich freuen, dass man ohne passenden Schlüssel nicht an die Kamera gelangen kann. Mit einem Tiefenrating von 100 Metern ist das Gehäuse auch für Tech-Taucher interessant. Die Wartungsanfälligkeit ist gering. Mit einem 5-Pin-Nikonos-Adapter zündet man die Blitze. Zusätzlich gibt es drei M6-Gewinde zur freien Belegung. Im Vergleich zu vielen anderen Hugy-Gehäusen wurden leider keine optischen Buchsen für fiberoptische Auslösungen installiert. Es können jedoch die von Sea & Sea erhältlichen optischen Adapter verwendet werden. Für Makro-Spezialisten macht es eventuell Sinn, den separat erhältlichen externen Monitor zu verwenden, der über das extra M6-Gewinde sogar mit an das Vakuum-System angeschlossen wird. Das Objektiv-Portfolio von Canon deckt alle Wünsche ab. Vom Tele-Makro bis zum Fisheye-Zoom schöpft man aus dem Vollen.  




Weitere Infos:
canon.de

Die 5D Mark VI ist ein Traum für ambitionierte UW-Fotografen. Wer auf Fotos spezialisiert ist, und gerne mit Canon Objektiven arbeitet, für den ist die Kamera eine kleine Wunderwaffe. Der Autofokus ist super schnell, sehr präzise und eignet sich hervorragend für mobile Objekte. In Kombination mit einem schnellen sich wieder aufladenden Blitz, lassen sich wunderbar Haie, andere Raubfische und marine Säugetiere aufnehmen, die es so gar nicht interessiert, ob der Autofokus des Fotografen jetzt gerade schon bereit ist oder nicht. Und es hilft einem für diese Aufnahmen der schnelle Serienmodus. Bis zu sieben Bilder pro Sekunde macht die Kamera im Dauerfeuer. Rauschen ist bis ISO 400 nicht wahrnehmbar. Auch ISO 800 geht noch mit sehr guter Bildqualität durch.    Im Zeitalter der immer kleiner werdenden Spiegellosen, kommt die große Spiegelreflex-Kamera natürlich etwas klobig daher, aber hier hat man ein echtes Profi-Arbeitsgerät in der Hand. Im Gegensatz zu Ihrem Vorgänger, der Mark III, hat man noch einmal ordentlich Pixel spendiert. Der Sensor nimmt nun 30,4 Megapixel auf (Mark III: 22,4).  Mit ihren Bildraten von 25/30 fps in 4K und 50/60 in Full HD, bzw. 100/120 in HD ist die Kamera solide aufgestellt. Aufgrund des fehlenden digitalen Bildstabilisators ist ambitionierten Videografen allerdings eine andere Kamera zu empfehlen. Im Vergleich zu ihrer Vorgängerin hat man sie mit einem GPS und einem WLAN Modul ausgestattet, was für das Auslesen und Katalogisieren durchaus praktisch ist. 


Unser Autor:
Timo Dersch
Reisejournalist und Fotograf








Die getestete Kamera und das Gehäuse befinden sich im Besitz des Autors

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